Erstes Reisetagebuch

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DKA_NLPosseHans_IB2-0025.tif

Klagenfurt

Hauptsache: Neues geeignetes

Museum wenig geeignete

RauUnterbringg1 in den

Privaträumen2des Fürstbischofs3,

dadurch bedingt geringe Zu-

gänglichkeit. Der Fürstbischof4

wäre bei seinem Deutsch-

Kärntner zu packen und

Gemeinschafts- u. Zusamm

arbeit5mit ihm zu erstreben

III/. Anschluss derLandes-

galerie(18 10; 19.u.u. 20. Jhdt)6

Begünstigg7 der lebenden

Kärntner Kunst.

[Städt.8 Museen inVillach

u. Egger-Lienz-Museum9in

Lienzevent.10 anschliessen]

IV/.Heimatkunde(mit nichts

aus Boden gestampft) könnte

im jetzigenLandesmuseum

untergebracht werden

DKA_NLPosseHans_IB2-0037.tif

Innsbruck

Salzburg Hofrat Dr Martin1

DirektorLandesregierungsarchiv

Domplatz Führer durchSalzburg

(vergriffen)2

 

Innsbruck Landesmuseum

Hauptnachdruckneben

den Tirolischen Sachen

(Maximilian) vor allem

deutscheRenaissance u.

gutenNiederländern, die

ausbauwürdig.3

Raumnotdieselbe wie anders-

wo da alle Materien in dem

selben Gebäude untergebracht

zwei zum Abbruch bestimmte

Zinshäuser schon vor

Jahrzehnten erworben um

Möglichkeit zu haben, das

Museumzu schliessen4

Hofanlage: Lapidarium -

Graphik aus allen Zeiten erwünscht

(z. B. Venezianer u. Oberitaliener)5

  • 1.Franz Martinwar wiePosseMitglied desInstituts für österreichische Geschichtsforschung. Möglicherweise kanntePosseihn von seiner Studienzeit in Wien her.
  • 2.Möglicherweise hattePosseversucht, den vonMartinverfasstenSalzburg-Führer zu erwerben, der jedoch vergriffen war (Martin, Franz: Salzburg, ein Führer durch seine Geschichte und Kunst. Wien 1923).
  • 3.In seinem Bericht über die Landesmuseen beschriebPossedas Sammlungsprofil desFerdinandeumsfolgendermaßen: Das Museum besäße "außer seinem einzigartigen, reichen Besitz an hochwertiger Heimatkunst und Kunstgewerbe sehr bedeutende Malerwerke der deutschen Renaissance aus der BlütezeitInnsbrucksunterKaiser Maximilianund vor allem auch eine wertvolle Sammlung niederländischer Meister des 17. Jahrhunderts [...], deren Ausbau sehr wünschenswert wäre" (s.BArch, B 323/229, Hans Posse, Bericht über die Landesmuseen der Ostmark, II. Landesmuseum Ferdinandeum in Innsbruck, abgedruckt in:Schwarz (2018), S. 204-210, hier S. 208).
  • 4.Vermutlich meintePossedie Möglichkeit, durch die museumseigene Nutzung der umliegenden Gebäude eine geschlossene Hofanlage zu erhalten.
  • 5.In seinem Bericht anHitlerbetontePosse, dassInnsbruck "bei der Verteilung graphischer Werke aus dem beschlagnahmten Besitz [...] (z. B. mit einem Exemplar des 'Theuerdank'" zu berücksichtigen sei (s.BArch, B 323/229, Hans Posse, Bericht über die Landesmuseen der Ostmark, II. Landesmuseum Ferdinandeum in Innsbruck, abgedruckt in:Schwarz (2018), S. 204-210, hier S. 208).