Makart, Hans: Deckengemälde aus dem Palais Dumba in Wien (Verherrlichung der Musik)

Makart, Hans: Deckengemälde aus dem Palais Dumba in Wien (Verherrlichung der Musik)
Gattung
Malerei
Künstler
Datierung
um 1872
Material
Leinwand
Linz-Nummer
Li2317
München-Nummer
Mü13641
Vorbesitzer
Herkunft aus Sammlung
Sammlung Palais Dumba
Von Posse vergebener Titel
Makartplafond
Von Posse zugewiesener Künstler
Anmerkungen zur Herkunft/Entstehung
Lucasgalerie
Hotel Dumba (St. Lucas)
Palais Dumba
Datum der Begutachtung
26.01.1942
Ort der Begutachtung
Beteiligte Person

Robert Herzig, der Inhaber der Galerie Sanct Lucas, bot die Vermittlung des Ankaufs eines Deckengemäldes von Hans Makart aus dem Palais Dumba (s. Eintrag auf burgen-austria.com; Eintrag im Wien-Geschichtewiki) in Wien, Parkring 4, an. Posse besichtigte es im Januar 1942 im Palais Dumba; es sollte RM 20.000,- kosten zuzüglich der "Kosten für die Abmontierung, resp. Instandsetzung der Decke (streichen) Verpackung und Transport" (s. BArch, B 323/138, Nr. 429, Herzig an Posse, 28.01.1942). Posse empfahl Martin Bormann den Ankauf unmittelbar nach seiner Rückkehr nach Dresden: "In Wien ist mir eine sehr schöne Deckenmalerei auf Leinwand von Hans Makart angeboten worden, die sich noch im Palais Dumba in Wien, Parkring, für das sie gemalt worden ist, befindet und wo sie jederzeit abgenommen werden kann: Größe etwas über 4 x 5 Meter, sehr farbig vor hellblauem Himmel, in der Mitte Putten mit der Weltkugel, unten an den Rändern des Deckenausblickes allegorische Darstellungen, die sich auf Kunst, Musik, Jagd usw. beziehen. Für das sehr frisch und flott gemalte Werk werden RM 20000 verlangt. Ich wäre sehr dankbar, wenn Sie erkunden wollten, ob der Führer für eine Deckenmalerei Makarts bester Qualität eine Verwendung hat" (s. BArch, B 323/102, Nr. 722, Posse an Bormann, 29.01.1942). Posse versuchte, den Preis herunterzuhandeln: "Ich habe zwar keine besondere Gegenliebe für die Deckenmalerei von Makart im Palais Dumba gefunden, bin aber trotzdem bereit, sie zu erwerben, wenn der Kaufpreis für das gewiß nicht leicht zu verwertende Stück auf RM 15.000 gesenkt wird, zumal da bei der Größe des Objekts sowieso noch allerhand Kosten entstehen dürften" (s. BArch, B 323/138, Nr. 427, Posse an Herzig, 02.02.1942). Herzig bat Posse, "sich noch wenige Tage zu gedulden" bis eine endgültige Entscheidung über Verkauf und Preis getroffen sei, da sich Theodor Dumba noch mit seiner Schwester darüber beraten müsse (s. BArch, B 323/138, Nr. 424, Herzig an Posse, 23.02.1942). Am 3. März 1942 schickte Herzig schließlich die Ankaufsbestätigung samt Rechnung über RM 15.000,- zuzüglich RM 250,- für die "Wiederherstellungskosten der Decke" (s. BArch, B 323/138, Nr. 423, Herzig an Posse, 03.03.1942). Posse kaufte das Deckengemälde an (s. BArch, B 323/138, Nr. 422, Posse an Herzig, 07.03.1942; BArch, B 323/100, Nr. 717, Posse an Lammers, 07.03.1942); dieses wurde in der Folge mithilfe von Fachpersonal des Instituts für Denkmalpflege abmontiert und nach München in den Führerbau gesandt (s. BDA-Archiv, RestMat., K. 13, Seiberl an Posse, 01.05.1942; BArch, B 323/138, Nr. 420, Herzig an Posse, 11.03.1942; BArch, B 323/109, Nr. 568, Reimer an Reger, 19.05.1942; ebd., Nr. 567, Reger an Posse, 22.05.1942). Am 10. Mai 1958 wurde es an die Republik Österreich übergeben (s. BArch, B 323/667, Sog. Restitutionskartei nach Münchner Nummer Bd. 21) und vom Bundesdenkmalamt Wien verwahrt. 1996 wurde es bei der "Mauerbach-Auktion" (s. Informationen auf kunstdatenbank.at; Kat.-Nr. 567) vom Chimei Museum Taiwan erworben.

alternative Titel
Allegorische Darstellung (Deckenbild)