11.10.1939: Innsbruck (0037) (DKA, NL Posse, Hans, I,B-2)

11.10.1939: Innsbruck (0037) (DKA, NL Posse, Hans, I,B-2)
DKA_NLPosseHans_IB2-0037.tif

Innsbruck

Salzburg Hofrat Dr Martin1

Direktor Landesregierungsarchiv

Domplatz Führer durch Salzburg

(vergriffen)2

 

Innsbruck Landesmuseum

Hauptnachdruck neben

den Tirolischen Sachen

(Maximilian) vor allem

deutsche Renaissance u.

guten Niederländern, die

ausbauwürdig.3

Raumnot dieselbe wie anders-

wo da alle Materien in dem

selben Gebäude untergebracht

zwei zum Abbruch bestimmte

Zinshäuser schon vor

Jahrzehnten erworben um

Möglichkeit zu haben, das

Museum zu schliessen4

Hofanlage: Lapidarium -

Graphik aus allen Zeiten erwünscht

(z. B. Venezianer u. Oberitaliener)5

  • 1.Franz Martin war wie Posse Mitglied des Instituts für österreichische Geschichtsforschung. Möglicherweise kannte Posse ihn von seiner Studienzeit in Wien her.
  • 2.Möglicherweise hatte Posse versucht, den von Martin verfassten Salzburg-Führer zu erwerben, der jedoch vergriffen war (Martin, Franz: Salzburg, ein Führer durch seine Geschichte und Kunst. Wien 1923).
  • 3. In seinem Bericht über die Landesmuseen beschrieb Posse das Sammlungsprofil des Ferdinandeums folgendermaßen: Das Museum besäße "außer seinem einzigartigen, reichen Besitz an hochwertiger Heimatkunst und Kunstgewerbe sehr bedeutende Malerwerke der deutschen Renaissance aus der Blütezeit Innsbrucks unter Kaiser Maximilian und vor allem auch eine wertvolle Sammlung niederländischer Meister des 17. Jahrhunderts [...], deren Ausbau sehr wünschenswert wäre" (s. BArch, B 323/229, Hans Posse, Bericht über die Landesmuseen der Ostmark, II. Landesmuseum Ferdinandeum in Innsbruck, abgedruckt in: Schwarz (2018), S. 204-210, hier S. 208).
  • 4. Vermutlich meinte Posse die Möglichkeit, durch die museumseigene Nutzung der umliegenden Gebäude eine geschlossene Hofanlage zu erhalten.
  • 5. In seinem Bericht an Hitler betonte Posse, dass Innsbruck "bei der Verteilung graphischer Werke aus dem beschlagnahmten Besitz [...] (z. B. mit einem Exemplar des 'Theuerdank'" zu berücksichtigen sei (s. BArch, B 323/229, Hans Posse, Bericht über die Landesmuseen der Ostmark, II. Landesmuseum Ferdinandeum in Innsbruck, abgedruckt in: Schwarz (2018), S. 204-210, hier S. 208).