10.1940: Paris (0048) (DKA, NL Posse, Hans, I,B-4)

10.1940: Paris (0048) (DKA, NL Posse, Hans, I,B-4)
DKA_NLPosseHans_IB4-0048.tif

Paris

Galerie Alice Manteau

Rue de l'Abbaye 141

(Fabritius, Cleve)2

Birtschansky, 88 Faubourg

St. Honorée3

(Jansen, Baalen)4

Kunstantiquar Stora

32 B Boulevard Haussmann5

 

Feldmarschall

General v. Reichenau6

Adolphe Schloss.7

 

Dr. Best Ministerialdirektor  Ritz8

Dr. Kütgens!    Botschaft An- / häufung von / Kunstwerken).9

Sachbearbeiter f.

Kunstschutz

Zimmer 53610

 

[Willis]11

Oberster Befehlshaber des Heers

Chef der Militärverwaltung

in Frankreich (Gen.12 Streccius)

Hotel Majestic13

Tel 553 KLE

6 80014

  • 1. Es handelt sich um die Adresse der zuvor genannten Galerie: Paris, 14 Rue de l'Abbaye.
  • 2. Die Kunsthändlerin Alice Manteau bot Posse wohl Gemälde von Carel Fabritius und Joos van Cleve an, die jedoch nicht angekauft wurden.
  • 3. Es handelt sich um die Adresse des zuvor genannten Kunsthändlers: Paris, 88 Rue du Faubourg Saint-Honoré, gegenüber dem Palais de l'Élysée, dem französischen Regierungssitz.
  • 4. Wahrscheinlich sind die Künstler Pieter Janson und Hendrik van Balen gemeint, von denen der Kunsthändler Zacharie Birtschansky Posse Gemälde anbot, die jedoch nicht angekauft wurden.
  • 5. Es handelt sich um Adresse der zuvor genannten Kunsthandlung: Paris, 32 B Boulevard Haussmann.
  • 6. Beim Westfeldzug 1940 kommandierte Walter von Reichenau als Generaloberst die 6. Armee der Wehrmacht. Nach dem Sieg über Frankreich war er am 19. Juli 1940 zum Generalfeldmarschall ernannt worden.
  • 7. Vermutlich hatte Posse vor, nach dem Verbleib der Kunstsammlung Adolphe Schloss zu forschen (s. auch Eintrag vom Oktober 1940).
  • 8.Posse übernachtete im Pariser Hôtel Ritz am Place Vendôme 15 (s. Eintrag auf der folgenden Seite).
  • 9. In der Deutschen Botschaft in Paris wurden die beschlagnahmten jüdischen Kunstsammlungen gelagert, für die Felix Kuetgens als Oberkriegsverwaltungsrat des Referats Kunstschutz beim Militärbefehlshaber in Frankreich zuständig war. Aufgrund der stetig wachsenden Anzahl der Objekte reichten diese Räumlichkeiten nicht mehr aus.
  • 10. Vermutlich handelt es sich um die Zimmernummer von Kuetgens' Büro im Pariser Hôtel Majestic (s. u.).
  • 11. Eventuell handelt es sich um Frederick C. Willis, der sich im September 1939 wegen einer Arbeitsstelle an Posse gewendet hatte (s. BArch, B 323/122, Nr. 870, Willis an Posse, 17.09.1939).
  • 12. General
  • 13.In diesem Pariser Luxushotel in der 19 Avenue Kléber befanden sich von 1940 bis 1944 das Hauptquartier des Militärbefehlshabers in Frankreich und dessen zentrale Abteilungen.
  • 14.Die alten Telefonnummern in Frankreich bestanden aus einer alphanumerischen Kombination. In Paris setze sich diese aus drei Teilen zusammen: zuerst eine meist von Orts- oder Personennamen abgeleitete Buchstabenkombination für einen bestimmten Teilbereich der Stadt, dann eine dreistellige Nummernkombination für die zuständige Telefonzentrale bzw. die Bezirksvorwahl und abschließend ein in der Regel vierstelliger Nummerncode für den jeweiligen Teilnehmeranschluss. "553" ist die Bezirksvorwahl, "KLE" bezieht sich auf die nach Jean-Baptiste Kléber benannte Avenue Kléber, in der sich das Hauptquartier des Militärbefehlshabers Frankreich befand, die übrigen Ziffern bestimmen den Endanschluss.