01.1940: Wien (0013) (DKA, NL Posse, Hans, I,B-3)

01.1940: Wien (0013) (DKA, NL Posse, Hans, I,B-3)
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Deutscher Hafnerkrug

Bondy 791 L2

x Meister v. Frankfurt, Ver-

lobung hl. Kath. Bondy 13043

sehr gut L

x Oberösterreich 16.4 Joh. d. T.5

(Leinberger)6

Holzfigur. farbig an-

gestrichen!

xx Wiener-Neustädter Meister, Maria

mit Aposteln

B.. 8927

aus Aspang ? L

vielfig.8 farb.9 Holzgruppe

x Gastmahl des Pharisäers

von Benedikt Dreyer

aus Kirche bei Düren

angebl.10 dort gestohlen11

 

11

  • 1. Hierbei handelt es sich um die Sicherstellungsnummer des Krugs in der Sammlung von Oscar Bondy.
  • 2. Wie das von Posse vergebene Kürzel "L [=Linz]" zeigt, hatte er das zuvor erwähnte Objekt für das Führermuseum vorgesehen (s. BArch, B 323/117, Nr. 791, Kunstwerke aus dem beschlagnahmten Wiener Besitz. Für das Kunstmuseum von Linz a. d. Donau). Dies gilt ebenso für die übrigen mit diesem Kürzel versehenen Kunstwerke auf dieser Seite.
  • 3. Es handelt sich um die Sicherstellungsnummer des Werks in der Sammlung Bondy.
  • 4.Posse datierte die Skulptur in das 16. Jahrhundert.
  • 5. Wahrscheinlich handelt es sich um das Holzrelief "Johannes der Täufer".
  • 6.Posse schrieb die Skulptur dem Künstler Hans Leinberger zu.
  • 7. Es handelt sich um die Sicherstellungsnummer des Werks in der Sammlung Bondy.
  • 8. vielfigurige
  • 9. farbige
  • 10. angeblich
  • 11. Das spätgotische Holzrelief "Gastmahl des Pharisäers" aus der Sammlung Bondy ist eines von vier Flügelreliefs des ehemaligen Hochaltars der Kirche St. Michael in Lendersdorf bei Düren, der 1843 beim Einsturz des Kirchturms schwer beschädigt worden war. 1882 waren die Reliefs einem Restaurator übergeben worden, der sie durch Duplikate ersetzte und die Originale verkaufte (s. Thiesen (2007), S. 177-180). So gelangte das genannte Relief über den Kunsthandel in die Sammlung Bondy. Als der Originalzustand des Altars im Frühjahr 1940 rekonstruiert werden sollte, wandte sich der Bürgermeister der Stadt Düren an die Zentralstelle für Denkmalschutz mit der Bitte um Rückgabe des Reliefs, die von Adolf Hitler genehmigt und für die Nachkriegszeit in Aussicht gestellt wurde (s. Schwarz (2018), S. 178-179).