04.03.1940: Wien (0049) (DKA, NL Posse, Hans, I,B-3)

04.03.1940: Wien (0049) (DKA, NL Posse, Hans, I,B-3)
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10.1 Mada2 Kärnten (Klagenfurt)

Gerlamoos event.3 teilen!4

1539 Glasfenster ?

Bellini-Madonna stark restauriert

nichts für L5

Dachboden

Lederer 3.6  Polidoro gut

-7 16.8  Pellegrini

Epstein9, Gauermann, Rinderherde

ca. 80/90 br.10

x (Bondy 50 1336 bez.11 Moeyaert)

(1647 ?)12

B. 1563. Stilleben bez.13 etwas lang-

weilig

x Bondy 1307  Pfingstfest

Francken ?

-14 1313 Männerporträt ?

x - 662/63  2 Aquarelle von

Kobell.

  • 1. Hierbei handelt es sich um die Sicherstellungsnummer des Objekts aus der Kunstsammlung von Oscar Bondy. Dies gilt ebenso für die nächste Ziffernfolge sowie für diejenigen der unteren Seitenhälfte, denen der Begriff "Bondy" oder das Kürzel "B." vorangestellt sind.
  • 2. Madonna
  • 3. eventuell
  • 4. Bei den beiden Tafelbildern "Heilige Ursula und Heilige Margarethe" und "Drachenkampf des Heiligen Georg" des Meister von Gerlamoos, der mit Thomas von Villach identifiziert ist, aus der Sammlung Bondy handelt es sich ursprünglich um die Vorder- und Rückseite einer Bildtafel eines Altarflügels. Walter Frodl, der Gaukonservator von Kärnten, hatte sie, unterstützt vom Kärntner Gaupropagandaleiter Ottokar Drumbl, angefordert: "Meister Thomas von Villach ist der Kärntner Hauptmeister des 15. Jhdts. Die beiden Tafeln wurden durch auseinandersägen aus einer Tafel gewonnen, gehören also zusammen [...] und müßten, nachdem sie zweifellos durch den Kunsthandel seinerzeit aus dem Lande verschleppt wurden, wieder nach Kärnten zurückkommen" (s. BArch, B 323/117, Nr. 698, Frodl an Posse, 03.02.1940). Da Posse die Tafeln auch für das Führermuseum beanspruchte, entwickelten er und Herbert Seiberl die Idee, die Tafeln zu "teilen", also jedem der beiden Anspruchsteller je eine Tafel zuzuteilen. Am 28. Februar 1941 bat Posse bei Martin Bormann um Genehmigung, die Tafel mit den beiden weiblichen Heiligen an das Führermuseum, den "Heilige[n] Georg zu Pferd" aber dem Klagenfurter Landesmuseum zu überweisen (s. BArch, B 323/103, Nr. 72 a und b, Posse an Bormann, 28.02.1941). Hitler stimmte diesem Verteilungs-Vorschlag zu (s. BArch, B 323/103, Nr. 70, Bormann an Posse, 02.03.1941).
  • 5. Möglicherweise handelt es sich um das Madonna-Gemälde von Iacopo Bellini aus der Sammlung Lederer (s. Lillie (2003), S. 666), das Posse wegen der daran vorgenommenen Restaurierungsmaßnahmen nicht in die Sammlung des für Linz geplanten Führermuseums [Kürzel "L" = Linz] aufnahm.
  • 6. Gemeint ist die Kunstsammlung von Serena Lederer. Die Ziffer benennt die laufende Nummer des Kunstwerks in der Sicherstellungsliste.
  • 7. Es handelt sich um ein Unterführungszeichen, d. h. das nachfolgend genannte Werk stammte ebenfalls aus der Sammlung Lederer.
  • 8.Posse notierte sich hier wahrscheinlich die falsche Sicherstellungsnummer. Das von ihm gemeinte Bild von Giovanni Antonio Pellegrini trug die Nr. 17, unter der Nr. 16 war ein oberitalienisches Ölgemälde vom Anfang des 18. Jahrhunderts mit dem Titel "Geburt der Venus" gelistet (s. BArch, B 323/1203, fol. 63 und 196, Sicherstellungen und Beschlagnahmen in Wien im Jahr 1939, "Führerauftrag Linz", Liste der "Sicherstellungen").
  • 9. Gemeint ist vermutlich die Kunstsammlung von Charlotte Epstein.
  • 10. breit
  • 11. bezeichnet [=signiert]
  • 12. Datierung des zuvor genannten Werks
  • 13. bezeichnet [=signiert]
  • 14. Bei diesem Porträt sowie den folgenden Aquarellen setzte Posse ein Unterführungszeichen, d. h. die genannten Werke befanden sich ebenfalls in der Sammlung Bondy.